Podium: Frieden und die Linke

Freitag 4. Sept 2026, 18:30 Hörsaal 2, NIG, Universitätsstraße 7

Es diskutieren am 04. September Sonja Grusch (Sozialistische Offensive/SO, österreichische Sektion des CWI), Julian (Kommunistische Organisation/KO), Sama Maani (Autor), und ein weiterer Gast.

Die Linke tritt aktuell in Opposition zu den militärischen Auseinandersetzungen der USA sowie der Aufrüstung in Europa verstärkt für Frieden ein. Damit greift sie fast notwendig auf die Erfahrungen und Probleme der Proteste gegen den Vietnamkrieg der 60er und 70er Jahre sowie gegen den Irakkrieg 2003 zurück. Ihre Bezüge auf das Völkerrecht haben ihren konstitutiven Moment in der Gründung der UNO, die aus dem Ende des zweiten Weltkrieges entstand. Darin hallt Kants Idee des ewigen Friedens wieder.

Für den Marxismus waren die Fragen von Krieg und Frieden strategisch eng mit der Frage der Erkämpfung des Sozialismus verbunden, der mit der Oktoberrevolution 1917 seinen bisher höchsten Ausdruck fand. Den Krieg in einen Bürgerkrieg zur Eroberung der Macht durch das internationale Proletariat zu verwandeln scheint wie ein vergrabenes Relikt.

Was bedeuten diese historischen Erfahrungen für die aktuellen Auseinandersetzungen um Krieg und Frieden? Was können wir daraus für heute lernen? Was unterscheidet die aktuelle Situation von den Antikriegsprotesten um Irak und Vietnam? Wieso werden Ideen vom ewigen Frieden und Völkerrecht nach dem 2. Weltkrieg für die Linke wichtig? Was hat das mit der sozialistischen Weltrepublik zu tun?


Sommersemesterlesekreis 2026: „Was ist revolutionärer Marxismus?“

Rosa Luxemburg zur Russischen Revolution | JACOBIN Magazin

Nach dem Tod von Marx und Engels nimmt der Marxismus mit dem rasanten Wachstum der Arbeiterbewegung und der Entstehung der zweiten Internationale den Charakter einer politi­schen Massenbewegung an, die sich in alle Teile der Welt verbreitet. Wir möchten im Sommersemester genauer betrachten, worin der berühmt-berüchtigte Marxismus der Arbeiterbe­wegung bestand und welche Krise ihn vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges erfasst hat. In der zweiten Hälfte des Semesters beschäftigen wir uns mit den Reflexionen dieser Entwicklungen durch zentrale Vertreter der Frankfurter Schule.

Wöchentlich Mi, 18:30–21:30 Uhr an der Universität Wien, NIG, Universitätsstraße 7, HS 3C, 3. Stock

Die Texte werden im Voraus gelesen und dann zusammen diskutiert. Neueinsteiger/innen sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse werden keine benötigt.

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Sommerlesekreis 2026: Die bürgerliche Revolution und 250 Jahre Amerika

Frontspitz des Leviathans von Abraham Bosse, in Abstimmung mit Hobbes 

  • Wo: Verbandslokal Junge Linke, D’Orsaygasse 8
  • Wann: Mittwochs 18:30 – 21:30 Uhr, 5. August – 16. September 2026

(• vorausgesetzte Lektüre / + zusätzliche Lektüre)

Empfohlene Hintergrundlektüre:

+ Karl Marx, Die Heilige Familie (1845), „Kritische Schlacht gegen den französischen Materialismus“
+ Max Horkheimer, “Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie” (1930): Kapitel 2

Woche 1 (05.08.26): Hobbes und der Englische Bürgerkrieg

  • Thomas Hobbes, Leviathan (1651/68), Einleitung, Kapitel XIII-XV

Woche 2 (12.08.26): Hobbes (Fortsetzung)

  • Thomas Hobbes, Leviathan (1651/68), Kapitel XVI – XIX, XXI, Rückblick und Schlußbetrachtung

Woche 3 (19.08.26): Locke und die Glorious Revolution

Woche 4 (26.08.26): Montesquieu und bürgerliches Recht

Woche 5 (02.09.26): Jefferson und die Amerikanische Revolution

Woche 6 (09.09.26): Kant und die bürgerliche Revolution

Woche 7 (16.09.26): Marxismus?